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Die Entsorgung im Wandel

Die Entsorgung in der Entstehung

Mit der Entstehung von Städten und Ballungsräumen wurden die Menschen auf einmal mit nie dagewesenen Problemen konfrontiert. Krankheiten verbreiteten sich aufgrund der steigenden Anhäufung von Schmutz und Unrat schnell in den Städten. Eine Infrastruktur zur Entsorgung von festen und flüssigen Abfällen war bis dato nicht vorhanden. Aus der Notwendigkeit, die Bevölkerung zu schützen, entstand schließlich die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft, so wie wir sie heute kennen.

Im 19. Jahrhundert wurde der Müll noch in offenen Kisten, Körben und Eimern gesammelt, vor die Häuser gestellt und mit Pferdekutschen abgeholt. Mit der Industrialisierung und dem entstehenden Wohlstand stieg auch der Wunsch nach einem sauberen Stadtbild. Müll, der größtenteils aus Asche bestand, sollte zukünftig nur in schließbaren Gefäßen bereitgestellt und gesammelt werden. 1895 setzte sich in Berlin die erste Systemmüllabfuhr „staubdicht“ durch. Der Erste Weltkrieg verhinderte eine schnelle Ausbreitung moderner Technik. Heute können Sie zwischen Kleincontainer, Absetztcontainer sowie Abrollcontainer entscheiden.

Die Entsorgung der 20er Jahre - Gründungsjahr von OTTO DÖRNER (1925)

Ab Mitte der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden Müllabfuhr, Straßenreinigung und Kanaldienste unter Berücksichtigung des damaligen „Stands der Technik“ und den Erkenntnissen in Sachen Hygiene und Wirtschaftlichkeit modernisiert. Die Motorisierung und Mechanisierung hielt in der Entsorgung Einzug. Übrigens: OTTO DÖRNER wurde 1925 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg schafften die Trümmerfrauen mit einfachen Mitteln, wie Handkarren, den Bauschutt beiseite und sortierten wiederverwendbare Materialien zum Aufbau aus.

OTTO DÖRNER Historie
OTTO DÖRNER seit 1925

Mit dem rasanten Wiederaufbau und dem wirtschaftlichen Erfolg Westdeutschlands änderten sich die Lebens- und Konsumverhältnisse der Bevölkerung. Lebenszyklen von Produkten verkürzten sich, die „Wegwerfgesellschaft“ entstand. Um der steigenden Abfallmengen Anfang der 50er Jahre Herr zu werden, wurde die geregelte Müllabfuhr in den Städten mittels Ringtonnen, Ringeimern und den entsprechenden Fahrzeugen eingeführt. Später folgten kleinere Gemeinden und ländlich geprägte Gebiete, sodass Ende der 60er Jahre die Flächendeckung in der Abfallerfassung in Deutschland erreicht war. Die Entsorgung in den Städten befand sich in kommunaler Hand, die privatwirtschaftlichen Entsorgungsbetriebe nahmen sich der ländlichen Gebieten an.

Mit der Anpassung an die wirtschaftlichen Gegebenheiten mussten die Mülltonnen weiterentwickelt werden und so tauchte Ende der 60er Jahre zum ersten Mal der heute bekannte Müllgroßbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1.100 Liter in Gewerbebetrieben auf. In den 70ern folgte dann der 240-Liter-Müllgroßbehälter (MGB) aus Kunststoff mit Rädern für die privaten Haushalte. Etwa zeitgleich kamen auch Sammelfahrzeuge, die die Abfälle im Aufbau zerkleinerten und zusammenpressten, auf.

Die unkontrollierte Entsorgung der 50er 

In den 50er und 60er Jahren gab es kaum bürokratische Vorschriften, noch versuchte der Staat regulierend in die Entsorgung einzugreifen. Dies änderte sich jedoch Anfang der 70er Jahre in der Folge der Giftmüllskandale. Der Staat reagierte darauf mit dem   von 1972. Von einem Tag zum anderen verloren die privaten Entsorger ihre Abfälle. Die öffentlich-rechtlichen Körperschaften wurden per Anschluss- und Benutzerzwang Besitzer der Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie. Nahezu jede Kommune und viele Industriegebiete betrieben Müllkippen in denen die Abfälle unkontrolliert angehäuft wurden, ca. 50.000 gab es davon in ganz Deutschland. Hinzu kamen einige Müllverbrennungsanlagen in Ballungszentren wie Hamburg, allerdings zu diesem Zeitpunkt noch ohne besondere Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Ziel des Abfallbeseitigungsgesetzes war es, die unkontrollierten Abfallkippen zu schließen und durch überwachte Anlagen zu ersetzen. Private Entsorger übernahmen in vielen Kommunen und Landkreisen als Drittbeauftragte die Sammlung der kommunalen und gewerblichen Abfälle.

Billige Entsorgungswege verhinderten höherwertige Entsorgungsverfahren und Investitionen in umweltverträglichere Lösungen. Die möglichst kostengünstige Entsorgung der Abfälle führte zum Abfalltourismus in Länder wie Frankreich oder in die Deponie Schönberg in der ehemaligen DDR. Es entstanden gefährliche Altlasten, wie z. B. in der Deponie Georgswerder in Hamburg.

Von der Entsorgung zur Verwertung und Rohstofflieferanten

Im Sommer 1986 wurde im Bundestag zur Vermeidung, Wiederverwertung und Entsorgung von Abfällen das neue Abfallgesetz beschlossen. Grundgedanke war der Umweltschutz unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Entwicklung der Kreislaufwirtschaft. Auch dieses Gesetz hatte weitreichende Folgen für die private Entsorgungswirtschaft. Abfälle fielen grundsätzlich in die Zuständigkeit der nach Landesrecht festgelegten öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Abfälle waren ihnen anzudienen und zu überlassen. Von diesem Monopol der öffentlichen Hand gab es aber auch Ausnahmen, wie Drittbeauftragung von privaten Entsorgern. Bestimmte Abfälle, wie industrielle oder gewerblich anfallende Sonderabfälle, ließen sich von dieser Entsorgungspflicht ausnehmen.

1991 folgte die Verpackungsverordnung. Diese verpflichtete den Handel, alle gebrauchten Verpackungen zurückzunehmen. So entstand ein privatwirtschaftlich organisiertes (zweites) duales Sammelsystem neben der kommunalen Restmülltonne. Moderne, mit Hightech ausgestattete Anlagen, die die Inhalte des gelben Sacks bzw. der Mülltonne in die Fraktionen Kunststoffe, Papier, Weißblech, Verbunde, Alu und Reste sortieren, entstehen.

Mit der Technischen Anleitung (TA) Siedlungsabfall von 1993 wurde der weitgehende Ausstieg aus der Deponierung ohne ausreichende Vorbehandlung beschlossen. Deponien, die nicht der TASi entsprachen, mussten geschlossen werden. 2005 durften dann keine Restabfälle ohne die entsprechende Vorbehandlung mehr abgelagert werden.

Seit 1994 haben wir das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, in dem erstmalig der Verwertung Vorrang vor der Beseitigung eingeräumt wurde. Ressourcen sollten geschont werden und bereits genutzte Ressourcen entweder wiederverwendet oder recycelt werden.

Mittlerweile ist die Umweltwirtschaft die am stärksten regulierte Branche in Deutschland. Dies führte über die Jahre dazu, dass die Entsorgungsbetriebe von ehemaligen Dienstleistern der Abfallbeseitigung zu Rohstofflieferanten der Industrie wurden. Gleichzeitig trägt die Entsorgung signifikant zur CO2-Einsparung bei. Seit 1990 rund ein Viertel des deutschen Kyoto-Ziels.

 

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